Versicherung im Krankheitsfall während eines Auslandseinsatzes

Wenn Mitarbeiter im Auslandseinsatz krank werden, muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass der entsandte Mitarbeiter und seine Familie das Behandlungsniveau erfahren, welches ihnen als gesetzlich Versicherte in Deutschland zusteht.

Bei dienstlichen Aufenthalten im Ausland muss der Arbeitgeber für im Ausland entstandene Behandlungskosten aufkommen. Die Krankenkasse erstattet diese Kosten bis zu der Höhe, die eine entsprechende Behandlung in Deutschland gekostet hätte. Trotzdem kann es für den Arbeitgeber teuer werden, da die gesetzlichen Standards in anderen Ländern meistens unter dem deutschen liegen. Experten empfehlen daher den Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung.

Es ist möglich als Arbeitgeber den Mitarbeiter anzuhalten, eine private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Außerdem kann der Arbeitgeber bei Abschluss einer solchen Versicherung die Prämiengebühren übernehmen und im Krankheitsfall die Vorleistungen zahlen. Bei der Wahl der Versicherung muss darauf geachtet werden, dass Dienstreisen mit abgesichert sind. Eine andere Möglichkeit wäre eine Dienstreiseversicherung, die der Arbeitgeber abschließen kann. Durch Gruppenversicherungen, wenn mehrere Mitarbeiter entsendet werden, können Aufwand und Kosten minimiert werden.

Die Kosten, die bei Behandlung von erkrankten Mitarbeitern im Ausland entstehen, sind für den Arbeitgeber grundsätzlich steuerfrei. Sie müssen nur genauso hoch sein wie der Betrag, der auch bei einer privaten Urlaubsreise entstanden wäre.

Bei Übernahme der Kosten einer Auslandsversicherung vom Arbeitgeber gelten diese als steuerpflichtiger Arbeitslohn. Allerdings sind Beiträge des Arbeitergebers für eine Gruppenversicherung steuerfrei, denn sie werden als Leistung im überwiegenden betrieblichen Interesse gesehen.

(Quelle: Techniker Krankenkasse)

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