Expats im Umzugsstress: So bleiben Sie gesund

Fit und belastbar – das soll auch im Ausland so bleiben. Widmen Sie Ihrer Gesundheit daher gerade in der stressigen Umzugsphase genügend Aufmerksamkeit. Heilpraktiker Roman Wengerter gibt Tipps, wie Sie natürlich gesund bleiben.

Gesundheitliche Überlegungen spielen für angehende Expatriates eine wichtige Rolle. Schließlich ändern sich nicht nur Verfügbarkeit und Art der ärztlichen und medikamentösen Versorgung, sondern vor allem auch die Umstände, auf die sich der menschliche Organismus einstellen muss. Dies gilt natürlich umso mehr, je stärker sich die klimatischen Verhältnisse des Einsatzortes von den mitteleuropäischen unterscheiden.

Informieren Sie sich über die speziellen gesundheitlichen Risiken und die medizinische Versorgung in Ihrem zukünftigen Gastland. Wichtige Hinweise geben hier die Seiten des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts, des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg und das Tropeninstitut in der Universität München.

Ein umfassender medizinischer Check-up für Sie und alle mitausreisenden Familienmitglieder ist vor der Ausreise unerlässlich. Ebenso sollten Besuche beim Zahnarzt und eventuelle Facharztbesuche eingeplant werden.

 

Impfungen und Malariaprophylaxe

Der richtige Impfschutz spielt im Ausland eine entscheidende Rolle. Ihr Arzt und Ihr Heilpraktiker werden Sie gerne beraten, welche Impfungen einer Auffrischung bedürfen und welche für Ihr Gastland zusätzlich nötig oder empfehlenswert sind.

Malariagefährdete Gebiete erstrecken sich grundsätzlich zwischen dem 40. nördlichen und dem 30. südlichen Breitengrad. Über die Notwendigkeit und die Vor- und Nachteile einer medikamentösen Malaria Vorbeugung (Chemoprophylaxe) informiert Sie Ihr Mediziner. Er wird bei der Abwägung die Erreichbarkeit eines Arztes vor Ort, die Dauer der Anwendung, die möglichen Nebenwirkungen und eventuelle Resistenzen in Betracht ziehen. Neben der medikamentösen Prophylaxe steht jedoch die Vermeidung eines Stichs der übertragenden Anopheles-Mücke an erster Stelle. Grundsätzlich sollten ab Anbruch der Dämmerung daher lange Hosen, langärmelige Hemden und Strümpfe getragen werden. Auch insektenabwehrende Lotionen, sogenannte Repellents, sind ergänzend wichtig. Hier stehen neben chemischen Mitteln auch natürliche Mittel auf Basis ätherischer Öle zur Verfügung. Imprägnierte Moskitonetze bieten im Schlaf zusätzlich Schutz vor anderen nachtaktiven Stechmücken.

 

Medikamente

Decken Sie sich mit regelmäßig benötigten Medikamenten ein und stimmen Sie mit Ihrem Arzt ab, ob Sie diese im Ausland unter gleichem Namen beziehen können.

 

Das Immunsystem stärken

Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in der ersten Zeit im Ausland eventuell anfälliger für Infekte sind. Ihr Immunsystem ist größeren Herausforderungen ausgesetzt. Der Stress der Reisevorbereitungen, seelische Belastungen durch Abschiednehmen und Unsicherheiten und Befürchtungen, aber auch alleine die aufgeregte Vorfreude auf das neue Land wirken schwächend auf die Abwehrkräfte. Sorgen Sie daher auch im Stress vor der Abreise immer wieder für Erholung und tun Sie sich durch frische, vitamin- und nährstoffreiche Ernährung Gutes. Einen langen Flug in klimatisierter, trockener Kabinenluft überstehen Sie am besten, wenn Sie auf ausreichende, möglichst ungezuckerte, Flüssigkeitszufuhr achten und die Atemwege durch ein reines Meerwassernasenspray unterstützen.

 

Die innere Uhr wieder in Takt bringen

Eine bedeutende Belastung nach Langstreckenflügen ist die Anpassung an die veränderte Zeitzone. Der gesamte Organismus richtet bestimmte Tätigkeiten rhythmisch nach dem Wechsel von Dunkelheit und Helligkeit aus. Schon die alten Chinesen beobachteten täglich wiederkehrende verstärkte und abnehmende Aktivitäten von Organsystem und hielten sie in der sogenannten Organuhr fest. Auch Schulmediziner beschreiben viele bedeutende sogenannte zirkadiane (tägliche) Rhythmen von Stoffwechsel und Hormonsystem, die durch die unvermittelte Zeitverschiebung durcheinandergeraten. Nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin führt dies zu einer Milz Qi Schwäche, die sich in Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Appetitverlust und muskuläre Schwäche äußern kann. Auch die Nahrung wird dann nicht mehr so gut verwertet, was zusätzlich eine Schwächung des Abwehrsystems zufolge hat.

Helfen Sie Ihrem Körper vor allem durch abwechslungsreiche Nahrung aus frischen vitaminreichen Produkten, reich an Obst und Gemüse, das idealerweise etwas erhitzt genossen werden sollte. Vermeiden Sie in den ersten Tagen den Mittagschlaf, planen Sie viel Bewegung im hellen Tageslicht ein und sorgen Sie für das Einhalten regelmäßiger Mahlzeiten. Eine Reduktion von Zucker, Alkohol und zu vielen Milchprodukten erleichtert die Umstellung zusätzlich.

 

Autor: Roman Wengerter
Roman Wengerter ist Heilpraktiker in Frankfurt am Main. In seiner Praxis verbindet er traditionelle und aktuelle Erkenntnisse der Medizin mit bewährten Heilmethoden wie Homöopathie, Akupunktur und TCM.

 

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