Neue EU-Entsenderichtlinie: Gründung einer Aufsichtsbehörde ab 2018

Mehr als zwei Millionen Arbeitnehmer sind derzeit von ihrer Firma in ein anderes Land entsandt. Besonders häufig entsenden Arbeitgeber in Luxemburg, Portugal, Kroatien und Slowenien ihre Mitarbeiter ins Ausland. In Luxemburg, Belgien und Österreich befinden sich derzeit die meisten Expatriates.

Zurzeit werden die Vorschriften über die Entsendung von Arbeitnehmern von der EU-Kommission überarbeitet. Am 8. März 2016 wurde der Vorschlag zur Änderung der Richtlinie von 1996 eingereicht. Der Grundsatz „gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ soll geltend gemacht werden und somit Lohn- oder Sozialdumping vermeiden. Demzufolge werden entsandte Arbeitnehmer den gleichen Vorschriften bezüglich Entlohnung und Arbeitsbedingungen wie die Arbeitskräfte vor Ort unterliegen.

Diesbezüglich wird die EU-Kommission im Jahr 2018 eine Arbeitsbehörde einrichten. Die Behörde soll die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsbehörden auf allen Ebenen stärken und in grenzübergreifenden Fällen bessere Lösungen finden. Weitere Verbesserungsvorschläge, die eine faire Mobilität und Beschäftigung fördern sollen, sind in Bearbeitung. Die Kommission möchte unter anderem eine europäische Sozialversicherungsnummer einrichten, die aufzeigen soll, welche Ansprüche den Versicherten im Bereich der Sozialversicherung zustehen und wie sie diese geltend machen können.

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