Mehr als Dos and Don’ts: Interkulturelle Trainings für Expats

Eine gute interkulturelle Unterstützung hilft allen, die im Ausland arbeiten, Stolperfallen zu vermeiden und schwierige Situationen zu meistern. Worauf Unternehmen bei der Auswahl interkultureller Trainings achten sollten.

 

Sie haben sich bei der Vorbereitung eines längeren Auslandsaufenthaltes als Standard etabliert: interkulturelle Trainings. Vor allem Seminare vor der Ausreise sollen angehende Expatriates auf die kulturellen Besonderheiten ihres Gastlandes vorbereiten.

Unternehmen erhoffen sich von diesen Trainingsmaßnahmen eine umfassende Schulung, die ihre Expats fit macht für die beruflichen Herausforderungen in einem fremden Land. Die Teilnehmer wünschen sich vor allem Antworten auf ihre Fragen und Unsicherheiten, die mit dem anstehenden Umzug verbunden sind.

Einen nachhaltigen Effekt erzielen interkulturelle Trainings dann, wenn sie möglichst genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sind. Dazu braucht es einige Überlegungen.

 

Ziele festlegen

Vor der Entscheidung für eine bestimmte Vorbereitungsmaßnahme sollte genau definiert werden, welche Ziele mit dem Training verbunden sind. Bewährt haben sich:

  • Kennenlernen der Gastlandkultur mit hohem Praxisbezug:
    Ausreisende brauchen keine wissenschaftliche Einführung in interkulturelle Theorien, sondern in erster Linie praktische Hinweise und Antworten auf ihre konkreten Fragen.
  • Sensibilisieren für kulturelle Unterschiede und ihre Bedeutung:
    „Dos and don’ts“ alleine reichen jedoch nicht aus. Ein Training sollte ein grundlegendes Verständnis vermitteln, wie sich kulturelle Unterschiede auf die Kommunikation auswirken können.
  • Die eigene kulturelle Prägung bewusst machen:
    Ganz besonders wichtig für angehende Expats ist es, sich darüber im Klaren zu werden, welche kulturellen Prägungen, Normen und Werte sie im Gepäck haben, bevor sie den Schritt ins Ausland gehen.
  • Die Ausreise thematisieren:
    Es ist ein Unterschied, ob man für eine Verhandlung oder ein Meeting in ein anderes Land reist oder für längere Zeit dort leben und arbeiten wird. Das Training sollte die besonderen Fragen, die sich aus einer kompletten Veränderung des Arbeits- und Lebensumfelds für den Expat und seine Familie ergeben, ansprechen.
  • Das Thema Sicherheit mit einbeziehen:
    Abhängig vom Entsendeort kann es wichtig und sinnvoll sein, dem Thema Sicherheit im Rahmen des interkulturellen Trainings Raum zu geben.

 

Familie ins Boot holen

Der Expat wird sich in der fremden Kultur vor allem im beruflichen Umfeld bewegen, mitausreisende Partner und Kinder stehen vor der Aufgabe, den Alltag meistern müssen. Daher ist es sinnvoll, Partner und größere Kinder in die interkulturelle Vorbereitung mit einzubeziehen.

 

Auf Trainerkompetenz achten

Der Beruf des interkulturellen Trainers ist nicht geschützt. Der fachlichen und methodischen Kompetenz des Trainers sollte daher ein besonderes Augenmerk gelten. Damit er ideal als Schnittstelle zwischen Gastlandkultur und Herkunftskultur fungieren kann, ist es gut, wenn er sich regelmäßig in beiden Kulturen bewegt und sein Wissen so ständig auffrischt.

 

Coaching und Mentoring als ideale Ergänzungen

Trainings vor der Ausreise können Unsicherheiten minimieren. Ist der Expat dann am Zielort angekommen, tauchen nach und nach konkrete interkulturelle Fragen oder Probleme auf. Erhält er die Möglichkeit, diese Fragestellungen mit einem interkulturellen Coach oder Mentor zu bearbeiten, sind Lösungen schneller greifbar und ein erfolgreiches Arbeiten wird möglich.

 

Welche interkulturelle Untertstützung halten Sie für hilfsinnvoll und Teilen Sie Ihre Erfahrungen!

 

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