In der ganzen Welt zu Hause? So schaffen Sie sich Ihre Heimat!

Der Begriff Heimat ist in einer mobilen Welt für viele Menschen nicht mehr an einen bestimmten Ort geknüpft. Stattdessen bedeutet er, sich sicher und geborgen zu fühlen – in Kapstadt ebenso wie in Köln. Was hilft Ihnen, sich Ihre Heimat zu schaffen?

Waren Heimatgefühle traditionell für die meisten Menschen eng mit dem Ort verbunden, an dem sie aufwuchsen und auch als Erwachsene leben und arbeiten, müssen sich Expatriates andere Fixpunkte suchen. Wer erst ein paar Jahre in Asien, dann eine Weile in Afrika zu Hause ist und vielleicht noch über Wochen oder Monate von Partner und Kindern getrennt lebt, steht vor der Frage, was Heimat für ausmacht.

Mit den folgenden Fragen kommen Sie Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten auf die Spur. Sie brauchen dazu nur ein Blatt Papier, einen Stift und etwas Zeit.

Umgebung

Die vertraute Umgebung spielt für viele Menschen eine große Rolle, wenn es um ihr Wohlbefinden geht. Was aber, wenn Sie weit weg von zu Hause auf ihre gewohnten Lieblingsplätze verzichten müssen? Erschließen Sie sich neue! Orte, für die Sie spontan Sympathie empfinden, werden durch häufige Besuche zu neuen Oasen. Mit den folgenden Fragen finden Sie heraus, wie Ihnen Ihre Umgebung Geborgenheit vermittelt:

  • Gibt es Orte, Plätze, Landschaften, die Sie lieben?
  • An denen Sie gerne verweilen?
  • Die Sie froh machen?
  • Was macht Ihnen diesen Ort so wichtig?
  • Können Sie oft an diesen Ort zurückkommen?
  • Oder gibt es Symbole (Ein Foto? Ein Stein?), die Ihnen den Ort „zurückholen“ können?
  • Fühlen Sie sich in Ihrer Wohnung zu Hause?
  • Haben Sie in Ihrer Wohnung einen Lieblingsplatz?
  • Worin besteht seine Anziehungskraft?
  • Haben Sie Ideen, wie Sie ihn noch intensiver für sich nutzen könnten?
  • Was macht Ihren Platz so besonders? Ein Bild? Blumen? Schöne Erinnerungen?

 

Menschen

In Partnerschaft, Familie und Freundschaften wird das Gefühl von Geborgenheit am häufigsten erlebt. Menschen brauchen häufige und regelmäßige Kontakte, um sich in Beziehungen wohl zu fühlen. Ein Auslandsumzug bedeutet jedoch den Abschied von vertrauten Menschen. Und ein neues Netz von Kontakten erschließt sich erst nach und nach. Wie steht es um Ihre Beziehungen?

  • Welche Menschen tun Ihnen gut?
  • Warum ist Ihnen ein bestimmter Mensch wichtig?
  • Weiß die Person, wie sehr Sie sie schätzen?
  • Was nehmen Sie aus der Beziehung?
  • Was geben Sie in dieser Beziehung?
  • Mit welchen Menschen hätten Sie gerne mehr zu tun?
  • Was könnten Sie tun, um den Kontakt zu intensivieren?
  • Wem vertrauen Sie sich an, wenn es wird?
  • Von wem möchten Sie mehr Abstand haben?
  • Für wen hätten Sie gerne mehr Zeit?
  • Was könnten Sie tun, um hier die richtige Balance zu finden?

 

Tätigkeiten

Es gibt eine Menge Tätigkeiten, die ebenfalls Geborgenheit vermitteln: Lieblingsmusik hören, gemeinsam essen, etwas lesen… Oder der Beruf, auf den viele Expat-Partner verzichten müssen. Wiederholung ist dabei der entscheidende Punkt: Etwas immer wieder zu tun, etwas gewohnt zu sein, ein Ritual daraus zu machen – das gibt Geborgenheit. Deshalb sind Rituale im Ausland besonders wichtig. Überlegen Sie:

  • Welche Tätigkeiten tun Ihnen gut?
  • Welche Tätigkeiten täten Ihnen bestimmt ebenfalls gut?
  • Wovon wünschen Sie sich mehr in Ihrem Leben?
  • Was wäre der erste Schritt?
  • Wann werden Sie ihn gehen?

Sicherheit

Sicherheit und Selbstsicherheit sind eng mit dem Gefühl des „Zuhause sein“ verknüpft. Sicherheit beziehen wir aus Vertrautem. Bei einem Neuanfang in einem anderen Land ist das meiste zunächst fremd. Daher fühlen sich Expatriates in der ersten Zeit nach einem Umzug unsicher, fremd und im wahrsten Sinne des Wortes „deplatziert“. Wie wichtig ist Ihnen Sicherheit?

  • Worin besteht für Sie Sicherheit?
  • Wer oder was gibt Ihnen Sicherheit?
  • Wie sicher fühlen Sie sich?
  • In welchen Bereichen fehlt Ihnen Sicherheit?
  • Wie können Sie in neuen Situationen schneller Sicherheit gewinnen?
  • Was wollen Sie konkret angehen?
  • Wie gut geht es Ihnen mit sich selbst?
  • Wie kommen Sie zu innerer Ruhe?
  • Haben Sie Pläne und Ziele?
  • Wie verschaffen Sie sich selbst Erfolgserlebnisse?

 

Ein Erste-Hilfe-Koffer

Was hilft Ihnen über schwierige Tage und Heimweh hinweg? Was können Sie tun, damit es Ihnen schnell wieder gut geht? Wenn Sie Lust haben, basteln, malen oder packen Sie sich einen „Erste-Hilfe-Koffer“, in dem Sie Dinge sammeln, die Ihnen gut tun. Was könnte hinein?

  • Ein Foto Ihres Lieblingsplatzes
  • Eine Liste der Dinge, die Sie gerne tun
  • Nachrichten von Menschen, die Ihnen wichtig sind
  • Zitate
  • Ihr Lieblingsbuch
  • Ihre Lieblingsmusik
  • Ihre Lieblingssüßigkeit
  • Gute Wünsche

Ein solcher „Erste-Hilfe-Koffer“ funktioniert wie ein mobiles Stück Heimat, wirkt damit als probates Gegenmittel bei akuten Heimweh-Attacken und Stimmungstiefs und macht nicht zuletzt auch einfach Spaß. Probieren Sie es aus!

 

Was heißt Heimat für Sie? Und wie schaffen Sie sich Ihre ganz persönliche Heimat? Teilen Sie Ihre Erfahrungen!

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