Wenn Hauspersonal zum Expat-Alltag gehört

Mit dem Umzug ins Ausland verändert sich der Lebensstil. In vielen Ländern gehören Kindermädchen, Koch oder Zugehfrau selbstverständlich zum Alltag von Expatriates und Einheimischen. Was auf der einen Seite Entlastung und neue Einblicke schafft, bringt andererseits Fragen und Unsicherheiten mit sich.

Die Unsicherheiten beginnen bereits bei der Benennung – „Hilfe“, „Zugehfrau“, „Hauspersonal“, „Dienstbare Geister“ – und enden oft mit Gewissensbissen darüber, ob es angemessen ist, fremde Menschen für wenig Geld die Arbeit machen zu lassen, die man selbst am wenigsten tun mag.

 

Gute Argumente für Hilfe auf Zeit

So sympathisch diese Haltung auch ist, ist sie doch stark geprägt von unserer westlichen Weltsicht. In vielen sich entwickelnden Ländern wird man vermutlich wenig Verständnis dafür aufbringen, wenn ein wirtschaftlich gut gestellter Expatriate es ablehnt, anderen Menschen mit einem Arbeitsplatz im Haushalt ein sicheres Einkommen zu verschaffen.

Zwei weitere Aspekte sprechen dafür, sich in dieser Frage den Gepflogenheiten des Gastlandes anzunähern:

  1. Wenn Sie mit Kindern im Ausland leben, sind Großeltern oder andere Verwandte nicht greifbar, um Sie in der Betreuung der Mini-Expats zumindest ab und zu vorübergehend zu entlasten.
  2. In vielen Ländern müssen Sie für Hausarbeit, Einkauf und eventuelle Repräsentationspflichten viel mehr Zeit und Arbeit einplanen als in Deutschland.

 

So klappt die Rolle als Arbeitgeber

Bevor Sie sich auf die Suche nach einer zuverlässigen Hilfe machen, sollten Sie sich bei Nachbarn, Kollegen und anderen Expats nach den lokalen Gepflogenheiten erkundigen. Zeigen Sie sich als fairer, verlässlicher Arbeitgeber:

  1. Legen Sie Aufgabengebiet, Arbeitszeit, Lohn, Kündigung und Urlaubsregelung zu fairen Bedingungen fest.
  2. Schließen Sie für Ihr Personal eine Unfall- und Krankenversicherung ab und übernehmen Sie die Kosten für einen Gesundheits-Check vor der Einstellung.
  3. Achten Sie besonders in tropischen Ländern auf die Einhaltung von Hygienestandards.
  4. Personal sieht in Ihren Kindern eventuell „kleine Chefs“. Zeigen Sie deutlich, wie Sie sich den Umgang mit Ihren Kindern vorstellen. Sauberkeit, Sicherheit, aber auch der Umgang mit den vielen kleinen Wünschen und den Pflichten der Kinder sind Punkte, die Sie klären müssen.

Sehen Sie die Chance, einige Jahre lang von zeitaufwändigen Routinearbeiten befreit zu sein, vor allem positiv. Sie geben einem anderen Menschen Arbeit und Auskommen, erfahren im Kontakt mit ihm viel über Ihr Gastland und können die gewonnene Zeit sinnvoll für sich nutzen.

 

 

Nicht immer klappt das Zusammenspielt mit lokalen Gepflogenheiten von Anfang an. Welche Erfahrungen haben Sie mit Hilfe im Haushalt gemacht?  Unser Kommentarfeld weiter unten wartet auf Ihren Beitrag!

Sie suchen noch mehr Anregungen und hilfreiche Ideen, wie Ihr Expatleben zur besten Zeit überhaupt wird? Lesen Sie mehr im Going Global E-Book „Im Ausland zuhause“ oder vereinbaren Sie ein Gespräch! Hier geht es zu unserem Coaching-Angebot.

Going-Global-E-Book-Im-Ausland-zuhause

Im Ausland zuhause

Sie sind gut in Ihrem Gastland angekommen und genießen Ihr Leben als Expat? Gleichzeitig spüren Sie immer wieder, dass der Alltag zwischen zwei Welten seine ganz eigenen Herausforderungen hat? Im Job ebenso wie in Partnerschaft, Familie und Freundeskreis? Dieses E-Book unterstützt Sie dabei, die Jahre als Expat ganz bewusst zu gestalten. Für die beste Zeit Ihres Lebens!

Zum E-Book >