Expatriate Management: Flexibel zum Ziel

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich weltweit immer schneller. Damit steigen die Anforderungen an die Flexibilität des Expatriate Managements.

Die Weltwirtschaft verändert sich in einem rasanten Tempo und der permanente Wandel beeinflusst auch die klassischen Entsendungsprozesse. In der jüngsten Studie des Beratungsdienstleisters Mercer fällt auf, dass immer mehr Unternehmen inzwischen eine größere Vielfalt an Entsendungsarten nutzen. Vor allem kurzfristige Entsendungen sind auf dem Vormarsch. Unterschiedliche Entsendungsformen führen allerdings auch zu mehr Komplexität im Expatriate Management der Personalabteilungen: 64 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, je nach Bedarf auf unterschiedliche Entsenderichtlinien zurückzugreifen.
Nicht nur die Erfordernisse der Märkte, auch die Lebensrealität der Expats verlangt von den Arbeitgebern eine zunehmende Flexibilität: So sind der Mercer-Untersuchung zufolge das effektive Management der Karriere von begleitenden Partnern (Dual Careers-Problematik) und die familiäre Situation die am meisten genannten Hindernisse für Mitarbeitermobilität. 37 Prozent der Befragten sehen darin große oder sehr große Herausforderungen. Doch es gibt Möglichkeiten zum Gegensteuern:

 

Maßkonfektion statt Gießkannenprinzip

Ortsbesichtigungsreise, interkulturelles Training, Sprachunterricht, Relocation Service, Spousal Allowance oder vielleicht doch ein Commuter Assignment? Es gibt viele Möglichkeiten, angehenden Expatriates den Weg in ihr neues Leben zu erleichtern. Doch Expats und ihre Bedürfnisse sind so unterschiedlich wie die Länder, in die sie reisen. Besser als ein Standardkonzept für alle: Genau hinzuschauen, was ein Mitarbeiter in seiner speziellen Situation benötigt. Der Single hat andere Anforderungen als das Dual Career-Paar, der erfahrene Global Player braucht nicht das Gleiche wie die Familie mit kleinen Kindern.

 

Die Familie ist Teil des Teams

Ein Expat geht selten alleine. Und der Erfolg einer Entsendung entscheidet sich häufig am heimischen Küchentisch – nicht nur bei Dual Career-Paaren. Fühlen sich mitausreisende Angehörige wohl, kann der Expat sich guten Gewissens auf seine Aufgaben konzentrieren. Grund genug, den begleitenden Partner von Anfang an in alle Überlegungen, Gespräche und Ausreisevorbereitungen mit einzubeziehen. Denn Entsendungen gelingen im Team!

 

Die Reintegration im Blick

Für Expatriates ist das Nachhause kommen ein Neuanfang, sie fühlen sich fremd im eigenen Land. Beruflich wie privat muss die eigene Rolle neu definiert werden, sonst machen sich Frust und Unzufriedenheit breit. Ein gutes Expatriate Management lässt Rückkehrer nicht alleine! Wer seinem Mitarbeiter zeigt, dass er seine Leistung im Ausland anerkennt und eine Nachbereitung, zum Beispiel in Form eines ausführlichen Rückkehrgespräches, anbietet, stellt die Weichen für eine gute Reintegration. Gleichzeitig signalisiert er potentiellen Entsendekandidaten, dass sich eine Auslandszeit lohnt.

 

Die wichtigsten Ergebnisse der Mercer-Studie

 

Wie hat sich das Expatriate Management bei Ihnen in den vergangenen Jahren verändert? Welche Entwicklungen erwarten Sie für die kommenden Jahre? Wir freuen uns über Ihre Nachricht in der Kommentar-Box!

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