Expat-Kinder: 8 Tipps für einen guten Start

Interkulturelle Trainings zur Vorbereitung auf den Alltag und die Aufgaben in einem noch fremden Land sind für die meisten Expatriates Standard. Doch geht es um die mitreisenden Kinder, sind vor allem die Eltern gefragt!

 

Der fünfjährigen Johanna geht nicht mehr aus dem Kopf, dass ihr Freund Max nicht mit ihr kommen wird. „Nein“, hat Mama gesagt, „Max wird nicht mit uns nach Amerika ziehen können“. Nun sorgt sie sich. Wer wird mit ihr spielen, wenn Max nicht da ist? So wie Johanna geht es vielen kleinen Expats. Ihre größte Furcht ist, dass sie ihre Freunde zu Hause verlieren und nie mehr neue Freunde finden werden.

Während Erwachsene inmitten der Vorbereitungen für einen Auslandsumzug stecken, sind sie mit den Gedanken ihrer Kinder häufig überfordert. Häufig werden die anstehenden Veränderungen nur angedeutet, aber nicht ausführlich mit den Kindern besprochen, Ängste oder Sorgen der Jüngsten werden in bester Absicht heruntergespielt. „Ach Johanna, du findest ganz bestimmt schnell neue Freunde!“

Doch ganz gleich, wie offen, kontaktfreudig und aufgeweckt ein Kind ist: Ein Auslandsumzug bringt so viele Veränderungen auf einmal mit sich, dass Eltern gut daran tun, ihren Kindern besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Acht Tipps für einen guten Start:

 

1.    Offenheit

Unausgesprochenes macht Kindern Angst. Informieren Sie Ihr Kind daher sehr früh, wenn ein Umzug ins Ausland ansteht. Sprechen Sie ausgiebig über das neue Land und den Alltag, der Sie voraussichtlich erwarten wird.

 

2.    Teamwork

Beziehen Sie Ihr Kind altersgemäß in die Umzugsvorbereitungen mit ein. Kleine Recherchen, erste Versuche in der neuen Sprache, mit der neuen Schule Kontakt aufnehmen: Alles das hilft, um Ängste zu minimieren.

 

3.    Vorfreude

Vor allem jüngere Kinder orientieren sich sehr an der Einstellung ihrer Eltern. Achten Sie daher darauf, wie Sie selbst dem Umzug gegenüberstehen und wie Sie darüber sprechen. Eine positive Grundhaltung überträgt sich auf Ihr Kind.

 

4.    Verständnis

Das heißt allerdings nicht, dass Sie übertrieben optimistisch agieren müssen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Befürchtungen verstehen können und Ängste und Zweifel bei einem solchen Schritt nicht zu vermeiden sind – und dass es möglich ist, gut mit ihnen umzugehen.

 

5.    Vertrautes

Die tägliche Gutenacht-Geschichte, der Spieleabend am Samstag, die vertraute Lieblingsbettwäsche, aber auch die Regeln, die zuhause gegolten haben: Geben Sie Ihrem Kind durch möglichst viel Kontinuität Sicherheit.

 

6.    Kontakte

Helfen Sie Ihrem Kind, mit Angehörigen und Freunden in Deutschland in Kontakt zu bleiben – auf möglichst vielen Wegen, von der Ansichtskarte bis zur WhatsApp-Gruppe. Ebenso wichtig, besonders für stille Kinder: Eine sanfte Unterstützung beim Kontakte knüpfen in der neuen Umgebung.

 

7.    Geduld

Nach einem Orts- und Schulwechsel brauchen die meisten Kinder eine Eingewöhnungszeit von vier bis sechs Monaten. Ist damit ein Wechsel in ein anderes, fremdsprachiges Schulsystem verbunden, verlängert sich diese Zeit. Die meisten Kinder lassen in den ersten sechs Monaten in der Schule in ihren Leistungen nach. Mindern Sie in dieser Zeit den Leistungsdruck, zeigen Sie Verständnis und bitten Sie auch Ihr Kind, Geduld mit sich zu haben.

 

8.    Feiern

Ein Auslandsumzug ist für die meisten Familien ein Geschenk, das auch das Leben ihrer Kinder bereichert. Expatkinder sind oft weltoffener, sprachgewandter und können leichter mit Veränderungen umgehen als ihre Altersgenossen, die ausschließlich in der Heimat aufgewachsen sind. Freuen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind über die positiven Erfahrungen, die Sie im Ausland machen! Offenheit, Aufmerksamkeit, eine Extraportion Liebe und das Feiern der gemeinsamen Erfolge tragen dazu bei, die Umstellungsphase gut zu meistern.

 

 

Wie erging es Ihnen und Ihren Kindern beim Umzug ins Ausland? Was war schwierig und was unerwartet leicht? Teilen Sie Ihre Erfahrungen im Kommentarfeld am Ende der Seite!

 

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