Elektronisches A1-Beantragungsverfahren verpflichtend

Seit dem 01.07.2019 sind Anträge auf Ausstellung einer A1-Bescheinigung für Arbeitnehmer, die innerhalb der EU, EWR und der Schweiz entsandt sind, vom Arbeitgeber ausschließlich elektronisch zu übermitteln (§ 106 SGB IV).

Die zuständigen Stellen sind nach wie vor die gesetzlichen Krankenkassen, der Rentenversicherungsträger oder die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen, die auch die Bescheinigungen A1 auf elektronischem Wege zurücksenden.

Die Beantragung kann grundsätzlich auf zwei Wegen vorgenommen werden: Entweder über ein systemgeprüftes Entgeltabrechnungssystem oder über eine Ausfüllhilfe, wie sv.net. Somit endet auch mit dem 01.07.2019 die Übergangsfrist, in der man bisher noch in Ausnahmefällen die Antragstellung in Papierform vornehmen konnte.

Arbeitgeber, die ihre elektronischen A1-Anträge nicht über ihr Entgeltabrechnungssystem vornehmen können, können dies mit wenig Aufwand über sv.net. Die Anwendung wird durch die Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung (ITSG) bereitgestellt. Es gibt zwei Varianten: „Standard“ oder „Comfort“. Beide Varianten sind kostenlos, solang es sich um nur eine Betriebsnummer, einen Benutzer und bis zu 100 Meldungen pro Jahr handelt.

Aber worin besteht der Unterschied?

sv.net/standard: Direkt über den Internetbrowser ohne vorherige Installation einer Software können sich Anwender mit ihrer Betriebsnummer und ihrem Passwort einloggen und die Bescheinigung A1 beantragen. Dies geht von jedem beliebigen Gerät. Per Knopfdruck kann der Antrag an den zuständigen Sozialversicherungsträger übermittelt werden. Sobald der Antrag bearbeitet wurde, erhält man im Eingangspostfach die Bescheinigung A1. Diese kann dort nur einmalig abgerufen werden. Man kann sie jedoch drucken und/oder abspeichern.

sv.net/comfort: Bei dieser Anwendung wird die Software auf dem Computer installiert. Dadurch kann die Bescheinigung A1 auch beliebig oft abgerufen werden.