Brexit in der Verlängerung – Auswirkungen auf die Sozialversicherung

Am 29.03.2019 wurde das zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Austrittsabkommen wieder einmal abgelehnt. Der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU wurde zunächst frühestens bis zum 31.05.2019 und längstens bis zum 31.10.2019 verschoben.

Auswirkungen der Verlängerung auf die Sozialversicherung

Zuletzt wurden A1-Bescheinigungen bei Tätigkeiten im Vereinigten Königreich zum Nachweis der Sozialversicherung in Deutschland nur bis zum 29.03.2019 befristet ausgestellt. Besteht die Tätigkeit im Vereinigten Königreich weiter, müssen Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter neue A1-Bescheinigungen bei den jeweiligen Krankenkassen oder bei der deutschen Rentenversicherung beantragen. Diese werden aber jeweils nur bis zum Ende des nächsten Austritts ausgestellt (in diesem Fall bis zum 31.05.2019).

Anspruchsbescheinigungen verlieren beim Austritt grundsätzlich ihre Gültigkeit. Dies gilt von deutschen Krankenkassen als auch vom britischen National Health Service ausgestellten Bescheinigungen. Nach Vereinbarung zwischen den deutschen und britischen Vereinbarungsstellen müssen Anspruchsbescheinigungen längstens bis zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU bei Zustimmung zum Austrittsabkommen, bis zum Ende der Übergangsfrist (31.12.2020) gültig bleiben. Eine unbefristete Ausstellung von neu beantragten Anspruchsbescheinigungen ist durchaus möglich. Jedoch verlieren auch diese beim Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU ihre Gültigkeit.