Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen – Zwischenbilanz der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat 2012 das sogenannte Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz eingeführt als ein Instrument zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland. Die Zwischenbilanz, die vergangenen Monat von der Bundesregierung veröffentlicht wurde, lässt einen großen Erfolg erkennen. Neun von zehn Fachkräften mit ausländischen Berufsabschlüssen sind erwerbstätig.

Vor dem Anerkennungsgesetzt hatten nur wenige Migranten die Möglichkeit ihre ausländischen Berufsqualifikationen anerkennen zu lassen. Es hat außerdem auch für ein einheitliches und transparentes Verfahren gesorgt. Die Gleichwertigkeit mit dem deutschen Abschluss kann somit einfacher und schneller festgestellt werden. Die Anerkennung der Gleichwertigkeit ist in vielen Berufen die Voraussetzung, um darin zu arbeiten oder sich selbstständig zu machen. Das Gesetzt ermöglicht Migranten generell eine wesentlich bessere Arbeitsmarktintegration.

Die bisherigen Erfahrungswerte lassen ein hohes Interesse an dem Anerkennungsgesetz und -verfahren feststellen. Das Interesse wird belegt durch hohe Zugriffszahlen auf das Online-Portal, viele Anfragen für eine persönliche Beratung und zahlreiche Anträge zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Rund die Hälfte der Nutzer informiert sich aus dem Ausland. Des Weiteren können durch das Anerkennungsgesetzt nun auch Anträge aus dem Ausland gestellt werden, was vorher nicht möglich war.

Der Erfolg lässt sich deutlich erkennen, denn neun von zehn Fachkräften, deren ausländische Qualifikation anerkannt wurde, befinden sich in der Erwerbstätigkeit. Jedoch führt nicht jede Beratung zu einem Antrag und nicht jeder Antrag zu einer erfolgreichen Anerkennung. In diesem Fall kann aber häufig mit weiteren Maßnahmen, wie Weiterbildungen und Umschulungen, weitergeholfen werden.

 

(Quelle: https://www.bmbf.de/de/anerkennung-auslaendischer-berufsqualifikationen-1091.html, Zugriff: 02.08.2017)

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