Alles anders als bisher: Tipps zum Umgang mit dem Kulturschock

Manchmal kommt es kurz nach der Ankunft, meist lässt es sich einige Monate Zeit und nur ganz Wenige bleiben davon verschont: Ein Stimmungstief gehört zum normalen Anpassungsprozess eines Auslandsumzugs. Doch man kann ihm eine Menge entgegen setzen.

Kulturschock trifft alle

Eine Kleinigkeit fungiert als Auslöser für ein Stimmungstief, wie es mehr als 90 Prozent aller Expats in den ersten Auslandsmonaten durchleben – den Kulturschock. Die wirklichen Gründe sind jedoch gar nicht banal:

  • Veränderung in allen Bereichen:
    Umgebung, Menschen, Beruf, Kultur, Klima, Routinen – alles verändert sich auf einmal.
  • Nachwirkungen des Stress:
    Ein Auslandsumzug gleicht einem Marathon. Die Anstrengung wirkt nach.
  • Heimweh:
    Ist alles neu und fremd, sehnen wir uns umso mehr nach Vertrautem.
  • Knick im Selbstvertrauen:
    In einer zunächst fremden Umgebung funktionieren gewohnte Automatismen nicht. Wie Kinder sind wir auf die Hilfe anderer angewiesen und fragen uns, was wir überhaupt noch selbst zustande bringen.

 

Strategien gegen den Expat-Blues

Auch wenn in trüben Momenten kein Lichtstreifen am Horizont zu sehen scheint: Der große Frust geht vorüber. Erfahrene Expats bestätigen: Nach wenigen Wochen, mit zunehmender Vertrautheit mit dem Gastland, kehren Selbstvertrauen und Gelassenheit zurück. Natürlich können Sie selbst aktiv Einiges tun, um sich das Einleben zu erleichtern:

  • Eine gute Vorbereitung auf die Entsendung schafft die Grundlage, um sich in der fremden Umgebung rasch einzuleben
  • Geben Sie dem neuen Alltag möglichst bald nach der Ankunft Struktur, indem Sie Routinen entwickeln. Die tägliche gemeinsame Familienmahlzeit, das Joggen am Morgen oder der Sprachunterricht am Dienstagnachmittag – vorhersehbare Abläufe geben das Gefühl, den neuen Alltag zu meistern.
  • Machen Sie sich auf, die neue Umgebung zu entdecken. Mit jedem Ausflug lernen Sie dazu, werden sicherer, fühlen sich vertrauter.
  • Lassen Sie zwischendurch auch negative Empfindungen zu. Sie sind völlig okay und gehören zum normalen Anpassungsprozess.
  • Sorgen Sie gut für sich. Essen Sie regelmäßig und gesund. Schlafen Sie ausreichend und treiben Sie Sport.
  • Gönnen Sie sich Pausen. Tun Sie regelmäßig etwas nur zum Spaß und sammeln Sie damit Energie und Kraft für den Alltag.
  • Setzen Sie sich Ziele. Was möchten Sie in dieser Woche, im nächsten Monat, in drei Wochen oder während Ihrer Auslandszeit erreichen? Definieren Sie ein kleines Ziel für jeden Tag und seien Sie stolz auf jeden erreichten Schritt!

 

In 12 Monaten wirklich daheim

Ein Jahr, so berichten viele Expats, dauert es, um sich im Gastland rundum wohl zu fühlen. Das wirkliche „Tief“ ist in der Regel sehr viel schneller vorbei, doch es braucht Zeit, um mit dem fremden Alltag vertraut zu werden, eine neue Sprache zu lernen und Freunde zu gewinnen – oder eine Fahrgemeinschaft für den Kindergarten zu organisieren. Haben Sie daher Geduld mit sich selbst und genießen Sie in der Zwischenzeit alles, was Ihr neues Zuhause Ihnen bietet!

 

Was ist Ihr bester Tipp gegen den Kulturschock? Teilen Sie Ihre Erfahrungen!

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