Änderungen im Visa-Beantragungsverfahren für China

Seit dem 02.09.2019 gibt es weitere Änderungen der Visaanträge für China im Konsulat in Frankfurt. Diese Änderungen führten dazu, dass Visaanträge nur noch mit einem Termin eingereicht werden können. Das neue Terminvergabesystem führt zu Verzögerungen bei der Antragstellung. Die Einreichung der Anträge kann frühestens am nächsten Werktag erfolgen. Da eine bestimmte Anzahl an Anträgen pro Werktag eingereicht werden konnten, gab es Wartezeiten bis zu mehreren Werktagen. Mit Hilfe einer Urgentgebühr kann ein Antrag zum nächsten Werktag bearbeitet werden. Für deutsche Staatsangehörige sowie für einige weitere Nationalitäten kann dies im Konsulat allerdings einmal im Konsulat beantragt werden. Die Standardbearbeitungszeit beträgt i. d. R. 4 Werktage.

Die Beschränkung der maximal einreichbaren Anträge pro Tag wurde am 11.09.2019 im Konsulat in Frankfurt aufgehoben und in Berlin gar nicht erst eingeführt. Im Konsulat in München wird dies allerdings beibehalten und führt dort weiterhin zu Verzögerungen bei der Antragstellung.

Erstantragsteller erhalten für die Beantragung eines Chinavisums in Frankfurt ab sofort Visa zur einmaligen Einreise mit einer Gültigkeit von bis zu 3 Monaten. Dies gilt auch für Zweitantragsteller, sofern diese keinen Einreisestempel auf dem erst erteilten Visum nachweisen können.

Weiter ist eine Einführung der Pflichtabgabe von Fingerabdrücken geplant. Für Antragsteller für z. B. Schengenvisa, werden bereits in der deutschen Auslandsvertretung in China Fingerabdrücke durch persönliches Erscheinen im Konsulat gefordert. China fordert nun diese Pflicht auch für die Beantragung von Chinavisa ein. Ob und wann dies eingeführt wird, ist noch unklar. Dies würde ein persönliches Erscheinen des Antragstellers erfordern. Wie genau dieser Prozess von statten gehen soll, ist noch in Klärung. Fingerabdrücke sollen dabei eine Gültigkeit von 5 Jahren haben.