Zurück zum Start: 10 essentielle Tipps für die Rückkehr aus dem Ausland

Eines Tages ist es soweit: Nach schönen, spannenden Auslandsjahren steht die Rückkehr nach Hause an. Sie ist die letzte große Herausforderung der Entsendung. Doch es lässt sich einiges tun, um den Start in der Heimat zu erleichtern.

Ihre Auslandszeit geht zu Ende. Vorfreude auf Zuhause mischt sich mit Wehmut über den anstehenden Abschied, aber im Großen und Ganzen sehen Sie der Rückkehr gelassen entgegen. Schließlich haben Sie die Umstellung auf eine völlig fremde Kultur erfolgreich gemeistert. Da ist die Heimkehr doch ein Klacks. Oder? In der Rückschau bestätigen die meisten Expats: Die Rückkehr ist eigentlich ein Neuanfang – sie erfordert noch einmal viel Planung, Zuversicht und Energie. Diese Tipps unterstützen Sie bei einer sanften Landung „daheim“:

1. Akzeptieren Sie den Neuanfang!

Gestehen Sie sich und allen Familienmitgliedern zu, dass die Rückkehr kein nahtloses Anknüpfen an längst vergangene Zeiten ist, sondern viel mehr einen Neuanfang darstellt! Planen Sie die Rückkehr daher genauso sorgfältig wie Ihren Schritt ins Ausland.

2. Besinnen Sie sich auf Wesentliches!

Rufen Sie sich in Erinnerung, welche Werte und Überzeugungen Ihnen und Ihrer Familie wichtig sind. Diese Werte sind unabhängig davon, wo Sie wohnen – und sie tragen über zeitweise Schwierigkeiten und kräftezehrende Umstellungsphasen hinweg.

3. Lassen Sie Abschiedsschmerz zu!

So schön es ist, wieder nach Hause zu kommen: Sie lassen im Ausland einen Teil Ihres Lebens zurück: Freunde, Erfolge, Niederlagen, einen vertrauten Alltag. Viel häufiger als pure Freude sind „gemischte Gefühle“! Akzeptieren Sie Ihre Emotionen ebenso wie die Ihres Partners oder Ihrer Kinder. Jeder empfindet die Rückkehr ein wenig anders und es ist wichtig, dass Trauer und Abschiedskummer benannt werden dürfen. Nur so werden Sie offen für neue Erfahrungen.

4. Seien Sie nicht enttäuscht!

Es ist normal, wenn das Interesse an Ihren Erlebnissen und Erfahrungen bei Freunden und Verwandten rasch erlischt. Die Schilderungen Ihres Auslandslebens unterscheiden sich einfach zu sehr von ihrem gewohnten Alltag. Manchmal werden Erzählungen auch als Angeberei oder Besserwisserei eingestuft. Darauf sollten vor allem Kinder vorbereitet werden: Mitschüler und Lehrer reagieren gelegentlich wenig sensibel.

5. Suchen Sie Kontakte zu anderen Auslandsrückkehrern und Expats!

Das ist vor allem für Kinder wichtig. Sie können im Kontakt mit anderen Expats nicht nur Sprachkenntnisse lebendig halten, sondern erfahren vor allem, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine sind. Gute Anlaufstellen sind Expat-Netzwerke und internationale Schulen.

6. Seien Sie offen!

Sie haben sich in Ihren Auslandsjahren verändert – und auch zuhause ist die Zeit nicht stehen geblieben. Erwarten Sie Veränderungen und gehen Sie offen und mit Neugier auf Freunde, Angehörige und Kollegen zu.

7. Suchen Sie sich Unterstützung!

Jeder Familienumzug ist eine große Herausforderung. Das gilt umso mehr, wenn damit berufliche Umstellungen, Schulwechsel und der Abschied von einer völlig anderen Lebensform verbunden sind. Sie müssen nicht alles alleine schultern. Lassen Sie sich helfen: Bitten Sie Angehörige, Freunde und Bekannte um Unterstützung – man wird Ihnen gerne helfen und Sie knüpfen auf diese Weise auch wieder eine neue Verbundenheit.

8. Ziehen Sie Bilanz und schauen Sie nach vorne!

Nehmen Sie sich nach dem ersten Umzugstrubel die Zeit, Ihre Auslandsjahre Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Was haben Sie gelernt – über das Land, in Ihrem beruflichen Feld, über sich selbst? Was möchten Sie aus der Auslandszeit in Ihren deutschen Alltag integrieren? Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen? Beruflich wie privat? Welche (kleinen) Schritte führen Sie bereits heute in die richtige Richtung?

9. Werden Sie aktiv!

Nach einer längeren Zeit im Ausland werden Sie spüren, dass sich nicht alle früheren Kontakt lebendig weiterführen lassen. Sowohl im Kollegenkreis wie auch privat wird es Menschen geben, mit denen Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes auseinandergelebt haben. Daher ist es wichtig, Ihr Netzwerk aktiv wieder zu erweitern. Engagieren Sie sich! Im Job ebenso wie in Vereinen, bei einer Weiterbildung oder im Elternbeirat. Auf diese Weise knüpfen Sie neue Kontakte und fühlen sich bald wieder integriert.

10. Geben Sie sich Zeit!

Das Heimkommen braucht Zeit! Haben Sie daher Geduld mit sich und Ihrer Umwelt. Sie sollten sich mindestens einen Jahreslauf mit allen Jahreszeiten, Festen und Feiertagen zugestehen, um sich wieder ganz zuhause zu fühlen!

Bringen Sie Ihrer alten Heimat Interesse und Offenheit entgegen und freuen Sie sich über alle Erfahrungen, Erinnerungen und Eindrücke Ihrer Auslandszeit, die Ihnen niemand mehr nehmen kann!

 

Wie haben Sie die Rückkehr aus dem Ausland erlebt? Welche Tipps geben Sie anderen Rückkehrern?

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